CryptoParty am 12. April 2017, 19.00 Uhr

„Keiner soll es erraten“ – Datei- und Festplattenverschlüsselung

Digitale Fotografien und Videos boomen. In Beruf, Schule und Studium lesen und studieren wir Texte, sammeln wir Notizen und Gedanken – all das: digital. Elektronische Dokumente und Datenbanken sind längst integraler Bestandteil täglichen Arbeiten und Lebens. Wie lässt sich erreichen, dass die gespeicherten Informationen zuverlässig vor unerwünschten Zugriffen sicher sind?

Cloud-Speicher gelten vielen als idealer Aufbewahrungsort für ihre Daten; überall und jederzeit verfügbar wenn Zugang zum Internet besteht, automatisierte Backups durch die Betreiber inklusive. Spätestens seit den Dokumenten von Snowden, den jüngeren Sicherheitslecks bei großen IT-Konzernen und den Veröffentlichungen zu Angriffswerkzeugen von Geheimdiensten stellt sich die Frage: Was sollte ich unternehmen um private Notizen, Fotografien, Videos und sonstige Dokumente auch in der Cloud zu schützen?

Bereits 2015 wurden hochspezialisierte Trojaner entdeckt die sich tief in die Steuerungssoftware von Festplatten (Firmware) integrieren und so auch eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems überleben. Seit Monaten boomt das kriminelle Geschäftsmodell Verschlüsselungstrojaner auf den Systemen seiner Opfer zu platzieren, dort alle Daten zu verschlüsseln und für die Entschlüsselung Lösegeld zu erpressen. Wie ist angesichts der zunehmenden Risiken ein wirksamer Schutz der eigenen Daten überhaupt noch umsetzbar?

Antworten auf diese Fragen werden unter dem Begriff „Digitale Selbstverteidigung“ diskutiert. Ein Teil davon ist Datei- und Festplattenverschlüsselung mit der sich die Verletzung der Privatsphäre wirksam verhindern lässt.

Über Möglichkeiten und Grenzen, den konkreten Einsatz von Festplatten- und Dateiverschlüsselung sowie Backup-Software aber auch über Fallstricke, die es zu vermeiden gilt, wollen wir auf unserer kommenden CryptoParty informieren. Wir laden dazu herzlich am Mittwoch, den 12. April ab 19 Uhr in das sublab im Westwerk ein. Für den praktischen Teil ist es empfehlenswert, seinen eigenen Laptop mitzubringen.

Da das subalb nicht geheizt wird, ist warme Kleidung empfehlenswert.

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