34. Chaos Communication Congress: Eine kurze Retrospektive

Der 34. Chaos Communication Congress ist nun ist nun seit einigen Tagen Geschichte.

Wir gingen mit einem positiven Eindruck nach hause, zu dem vor allem die Talks und die Atmosphäre des Kongresses beigetragen haben. Zudem hatten wir auch an eignen Self Organized Sessions teilgenommen, die teilweise von erstaunlich unterschiedener Qualität strukturiert waren.

Bedauerlicherweise musste unserer geplanter Vortrag zu SmartCity  abgesagt werden, da der für uns vorgesehen Slot kurzerhand von einem anderen Speaker okkupiert wurde. Wir hatten auch nicht auf die Durchsetzung unseres Vortrags bestehen wollen, da sich bereits ein interessiertes Publikum für das Thema des Okkupierenden eingefunden hatte.  Dies war wohl auch möglich, weil es bei der Absprache und Zusage unseres Vortrags in unserem Cluster zu Schwierigkeiten und stockender Kommunikation der mit Cluster-Organisation gekommen war.

Das tut uns sehr leid. Interessierte Leser können die Folien finden die Folien zu unserem Talk Vernetztes Utopia? Die Stadt der Zukunft im goldenen Zeitalter der Überwachung hier oder im Bereich SmartCity im Menü dieser Seite.

Lesson learned: Sollten wir bei einem der folgenden Kongresse einen diskursiven Beitrag anbieten wollen, überlegen wir nun in dem Falle wohl doch bessere eine eigene Assembly anzumelden, auch wenn wir aktuell mit sehr wenigen aktiven Mitstreiter*Innen auskommen müssen.

Gefehlt hat in diesem Jahr aus unserer Sicht das verbinden Element zwischen der schwindenden Anzahl aktiver Gruppen, die sich mit den Seiteneffekten der Digitalisierung und u. a. auch für den Erhalt von Menschenrechten auseinandersetzen. Hierzu hatte es in den zuvor Jahren mehr Angebote für Vernetzungstreffen und Versuche des Aufbaus eines Austauschs untereinander gegeben. Insofern wurde unserer Eindruck einer fortschreitenden Individualisierung hin zum Singulären bekräftigt, so dass eine thematisch orientierte, solidarisierte soziale Bewegung eher weiter in die Ferne rückt. Hinzu kommt das einige aktive Gruppen, mit denen wir früher bereits zusammen gearbeitet hatten, leider nicht mehr kontinuierlich am Thema arbeiten, weil sie entweder nur noch sporadisch aktiv, inaktiv oder faktisch nicht mehr existent sind.

Bezogen auf das Motto des Kongresses hieße das wohl: Es gäbe von viel zu tun, wenn wir dem Aufstieg einer datengetriebenen Gesellschaft noch rechtzeitig mit diskutierten und gemeinsam entwickelten humane Normen begegnen wollen. Packen wir’s an?

In dem Zusammenhang noch einige nennenswerte Talks, die ihr Euch in den Recordings ansehen könnt:

29.12.2017

13:45–14:15 Regulating Autonomous Weapons
14:00–15:30 Policing int the age of data explotation
14:30–15:00 Net Neutraly Enforcment in the EU
16:30–17:30 cryptocurrencies, smart contracts etc. : revolutionary techs?
18.30–19:30 Proctecting your Privacy at the Border

30.12.2017

13:00–13:30 Retail Surveillance / Retail Countersurveillance
13:45–14:15 Rebel Cities Towards A Global Network Of Neighbourhoods And Cities Rejecting Surveillance
13:45-14:15 Datenschutzgrundverordnung: Rechte für Menschen, Pflichten für Firmen & Chancen für uns
13:45-14:15 The Transhumanist Paradox. Deciding between technological utopias in a liberal state

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