CryptoCon16: 4. Tag – Highlights

jugend_hacktAm 4. Tag der CrytoCon16 stellt sich im Rahmen des Junghakertags Jugend hackt vor. Weitere Vorträge und Workshops runden die CryptoCon ab. In der CryptoSprechStunde sind wir offen für euer Fragen und geben praktische Tips zu Digitaler Selbstverteidigung, Verschlüsselung, Datenschutz und -sicherheit.

12:00 bis 14:00 // Junghackertag (Vortrag und Workshop)
13:00 bis 16:30 // Vorträge und Workshops
12:00 bis 16:00 // Cryptosprechstunde: Fragen stellen und Hilfe bekommen

Vortrag: hoaxmap.org

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Die Gerüchteküche hat Hochkonjunktur. Seit vergangenem Sommer werden vor allem im Internet, aber auch offline zunehmend Gerüchte und Falschmeldungen über Geflüchtete verbreitet. Die Themen dieser Gerüchte reichen von Verbrechen über Sozialleistungen, die Geflüchtete angeblicherhalten, bis hin zu Versorgungsengpässen für die Einheimischen. Sind die Falschinformationen erst einmal im Umlauf, lassen sie sich kaum nochaus der Welt schaffen. Seit dem Februar versucht nun das Projekt hoaxmap.org, diese Gerüchte und ihre Widerlegungen im deutschsprachigen
Raum zu sammeln. Dafür werden die einzelnen Gerüchte per Crowdsourcing zusammengetragen und online auf einer Karte dargestellt und regional und thematisch geordnet. Im Vortrag werden das Projekt und das zur Darstellung eingesetzte Exhibit-Framework vorgestellt, aufgetretene Probleme werden erläutert und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des Projekts gewagt.

Workshop: Fetch me if you Can (Kampagne Verfolgungsprofile)

Zusammen mit überwachungskritischen Gruppen aus Berlin und Köln hat der Bündnis Privatsphäre e. V. die Kampagne ›Verfolgungsprofile‹ ins Leben gerufen, mit der wir ein Bewusstsein schaffen wollen für die Risiken, die mit der Profilbildung durch BigData einhergehen. Die Bevölkerung soll für diese Thema, dass uns alle in den nächsten Jahren massiv begleiten und betreffen wird, sensibilisiert und darüber aufgeklärt werden um selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. Im Rahmen unseres Vortrags soll die Kampagne vorgestellten sowie die wesentlichen Ziele und Strategien präsentiert und unsere Motivlagen dargelegt werden.

Gleichzeitig wollen wir zu einer in Leipzig geplanten Konferenz einladen, auf der wir – gemeinsam mit mit denen, die es betrifft – der Frage nachgehen wollen, inwieweit beispielsweise Minderheiten, Aktivst*Innen oder Berufsgeheimnisträger*Innen bereits in den Fokus von Profiling auf BigData-Basis rücken und reale Auswirkungen zu spüren bekommen.

Der Workshop soll durch eine Reflektion des Kampangenwerdegangs abgerundet werden. Wir wünschen uns im Anschluss eine anregende Diskussion.

Hinweis: War ursprünglich als Vortrag konzipiert.

Workshop: SmartCity Leipzig

In einer Welt in der Raum und Zeit flüchtig werden, bleibt unsere ständige Bewegung nicht unbeobachtet.

Städter*Innen des 21. Jh. erleben diesen Prozess als Einführung von immer mehr Sensoren und Netzendpunkten, die wir teilweise sogar mit uns führen. Diese Vernetzungstendenz, die durch das „Internet of Things“ um immer mehr autarke, automatisch untereinander vernetzte und kommunzierende Systeme erweitert wird, ist unlängst als „allgegenwärtige Datenverarbeitung“ oder „ubiquitous computing“ beschrieben worden. „ubiquitous computing“ ist als Basis datengetriebener Geschäftsprozesse untertrennbar mit der Vision der lückenlose Vernetzung verbunden und findet als undifferenzierter Modebegriff (buzz word) „Smart City“ Einzug in neuen Überlegung zur Stadtplanung und -entwicklung.

Die Stadt Leipzig beteiligt sich im EU-Projekt Triangulum. Im Zuge dieses Egangements wurde der Leipziger Westen ist als Werkstatt und Pilotregion vorgesehen um „smarte“ Technologien in der Stadt zu entwickeln und zu erproben.

Der Begriff der „Smart City“ ist dabei bisher ebenso wenig klar, wie die Frage des Grades an Vernetzung und der Einführung von Sensorik zur immer ausgedehnteren Erfassung der Bewegungen des täglichen Lebens.

Ein kurzer Vortrag zu „SmartCity“ führt in das Thema ein. Anschließend soll im Rahmen dieses Workshops soll alternativer Ansätze und Deutungen zu „SmartCity“ von Haus und WagenRat e. V., Bündnis Privatsphäre Leipzig e. V., sublab e. V. u. a. vorgestellt und diskutiert werden.

Weitere Informationen:
CryptoCon 16- Aufzeichnung der Vorträge (Recordings)
Programmhinweis des Cineding zu The Internets Own Boy
Programmübersicht mit Highlights
CryptoCon16 Website und Lifestream
Programm im Konferenzsystem

CryptoCon16: 3. Tag – Highlights

cc16_artworkAm 3. Tag der CrytoCon16 werden  zahlreiche Vorträge und Workshops angeboten. In der CryptoSprechStunde sind wir offen für euer Fragen und geben praktische Tips zu Digitaler Selbstverteidigung, Verschlüsselung, Datenschutz und -sicherheit.

12:00 bis 23:00 // Vorträge und Workshops
12:00 bis 20:00 // Cryptosprechstunde: Fragen stellen und Hilfe bekommenThe Internet’s Own Boy

Vortrag: Wenn Big Data tödlich ist

Unter dem Motto „Die Drohnenkriege – Vom Krieg gegen den Terror zu den  Roboterkriegen der Zukunft?“ wird eine Einführung angeboten und erklärt, wie der  Drohnenkrieg derzeit technisch und politisch funktioniert, was die  gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Hintergründe sind und bietet einen  Ausblick auf künftige  Entwicklungen. Internationale Institutionen und Normen  sowie humanitäre Rechtsordnungen erodieren beschleunigt unter dem Druck der  unbemannten und automatisierten Kriegsführung.

Vortrag: Privatheitsschutz, Hannah Arendt und die „glücklichen Wenigen“

Dass unsere Privatheit schützenswert ist, wird nicht erst seit den Enthüllungen der letzten Jahre durch diverse Whistleblower diskutiert. Was dieses Schützenswerte genau ist, scheint jedoch gar nicht so eindeutig zu sein. Von staatlichen Stellen wird dabei manchesmal gar behauptet, Privatheit sei abzuwägen gegenüber anderen Gütern wie z.B. Sicherheit. Im Vortrag wird in einem ersten Schritt versucht, Privatheit als Begriff zu greifen. Hierzu wird u.a. auf den Privatheits- und Öffentlichkeitsbegriff der Philosophin Hannah Arendt Bezug genommen. Die Bestimmung des Privaten hängt eng mit der Frage zusammen, warum dieses „Etwas“ geschützt werden soll, und ob es sich nicht eigentlich nur um ein Mittel handelt, das der Sicherung anderer Abstrakta wie Freiheit, Autonomie und Authentizität dient. In einem zweiten Schritt wird die These erötert, ob Privatheitschutz kein Recht ist,sondern eher nur Angehörigen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen zukommt. Hierzu wird zum einen der historische Kontext betrachtet – von wem und unter welchen Umständen wurde Privatheitsschutz gefordert? -, zum anderen werden aktuelle Praktiken von Unternehmen beleuchtet.

Weitere Informationen:
CryptoCon 16- Aufzeichnung der Vorträge (Recordings)
Programmhinweis des Cineding zu The Internets Own Boy
Programmübersicht mit Highlights
CryptoCon16 Website und Lifestream
Programm im Konferenzsystem

CryptoCon16: 2. Tag – Highlights

cc16_artworkAm 2. Tag der CrytoCon16 sind im Cineding zu Gast und zeigen ab 19 Uhr einen Dokumentarfilm. Anschließend findet im Sublab die Keynote statt. Die sub:lounge und Alice‘ and Bobs Crypto Fashion Show runden den 2. Tag ab.

19:00 // Film: The Internet’s Own Boy, Cineding, Karl-Heine-Str. 83, 04229, in Kooperation mit dem Mitteldeutschen Internetforum des Medienstadt Leipzig e. V.  (Eintritt: 5€)
21:00 // Keynote mit einem Vertreter des Peng! Collectiv
22:00 // sub:lounge / Alice and Bobs Crypto Fashion Show

The Internet’s Own Boy

The Internet’s Own Boy erzählt die Geschichte des Hacktivisten Aaron Swartz, der früh als Programmierer-Wunderkind gehandelt wurde. Mit seiner Mitarbeit bei der Entwicklung des Web-Feed-Formates RSS bis hin zu seiner Beteiligung bei der Gründung von Reddit hat Aaron Swartz bis heute überall im Internet Spuren hinterlassen.

Sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit und freien Zugang zu Informationen im Netz endete für den sensiblen Aktivsten allerdings in einen juristischen Albtraum mit fatalem Ausgang.

Der Film wurde 2014 auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt. Wir zeigen eine Fassung mir deutschem Voiceover.

Peng! Collective

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir heute einen Peng!Aktivisten für die Keynote gewinnen konnten.
Peng! beschreibt ihre Mission wie folgt:

Most of the time Peng! is a collective of smart and silly people producing creative political stunts and enriching campaigns with subversion, humour and civil disobedience.

Peng! wurde unter anderem über ihre Kampangen Deutschland sagt Sorry, Tortaler Krieg, Intellexit und Google Nest bekannt.

Weitere Informationen:
Programmhinweis des Cineding zu The Internets Own Boy
Programmübersicht mit Highlights
CryptoCon16 Website
Programm im Konferenzsystem

Heute beginnt die CryptoCon16

Crypto16_LogoHeute beginnt die CryptonCon16, eine Vortrags- und Workshop-Reihe zum sicheren Umgang mit den eigenen Daten, sicherer Kommunikation und den Herausforderungen für das Zusammenleben in der digitalen Gesellschaft. Sicherheitstechnische Aspekte werden dabei ganauso wie Rechts- und Regulierungsfragen oder Datenschutz und Privatsphäre thematisiert.

Eröffnet wird die CrpytoCon16 um 18 Uhr im sublab e. V., Karl-Heine-Straße 93, 04229 Leipzig mit einem Opening.

Anschließend sind folgende orträge mit anschließender Fragerunde vorgehsenen (Achtung! Programmänderung):

ca. 18:30 Andreas Schurig, Sächsischer Datenschutzbeauftragter
Europäische Datenschutzgrundverordnung? Welche Auswirkungen gibt es auf die sächsische Datenschutzgesetzgebung und -Praxis?

ca. 19:15 Prof. Wolfgang Kleinwächter, Professor für „Internet Policy and Regulation“ an der Universität Aarhus, ehm. ICANN-Director
Was wollen die Regierungen im Internet? Neue Entwicklungen in der internationalen Internetregulierung im Lichte von G7, G20 und BRICS.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
Programmübersicht mit Highlights
CryptoCon16 Website
Programm im Konferenzsystem

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Öffentliches Plenum, 17. Mai 2016, sublab

Am Dienstag, den 17. Mai 2016, findet unser nächstes reguläres, öffentliches Plenum im sublab statt, zu dem wir alle Interessierten einladen.

Wann: Beginn 19.00 Uhr c.t.
Wo: sublab e. V., Karl-Heine-Straße 93, 04229 Leipzig

Agenda:

  • Retro zur CryptoParty vom 11.05.2016
  • Unser Beitrag zum Papier für Smart Cities: Statusbericht und Vorbereitung zum Workshop bei der CryptoCon
  • Status Kampagne Verfolgungsprofile
  • CryptoCon, Stand und Status, Aufgaben

Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen. 🙂

CryptoParty 11. Mai 2016, 19.00 Uhr

„Das können wir selber” – Alternative Soziale Netzwerke und Cloudsysteme

Total vernetzt im »Walled Garden« sind wir nie allein. Daten – unsere Daten – sind zur Grundlage von Geschäftsmodellen geworden, die im Ergebnis über soziale Graphen und die Analyse von Beziehungsnetzwerken zur Bildung von Profilen verwendet werden. Über viele Jahre angereichert und verfeinert. Diese Daten sind von hohem Interesse für Werbetreibende und Marketingverantwortliche, für Meinungsforscher und -Macher, aber auch für Nachrichtendienste, wie wir durch die Snowden-Enthüllungen wissen.

Im Wissen um die allgegenwärtige Datensammelei und aus einem damit verbunden diffusen unangenehmen Gefühl geben nicht Wenige in Befragungen an, sich innerhalb dieser Walled Gardens der Facebooks, Snapchats und Googles dieser Welt mehr Privatsphäre zu wünschen, ohne dass dabei aber Funktionalitäten oder Vernetzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden sollen. Ein Spannungsfeld das die Forschung als Privacy Paradox beschriebt.

Oft scheint ein Ausstieg aus Sozialen Netzwerken für NutzerInnen undenkbar, wenn Arbeitskollegen, Kommilitonen, Freunde und Familie ihre Freizeit darüber planen und Freundschaftsbande den gesamten Globus überspannen. Mittlerweile vertrauen wir aber nicht nur unseren Alltag sozialen Netzen an, wir laden gleichermaßen Gigabytes an digitalisierten Erinnerungen in zentrale Clouds.

Gibt es jenseits der großen Zentralen Alternativen? Was macht ein Soziales Netzwerk aus? Wie kann ich, ohne eine Cloud der großen Anbieter zu nutzen, von überall auf meine Dokumente oder Fotografien zugreifen und diese teilen? Kann ich selbst ein Soziales Netzwerk betreiben? Erlange ich dadurch mehr Selbstbestimmung und Souveränität im Internet?

Mit diesen Fragen wollen wir uns auf der CryptoParty am 11. Mai ab 19 Uhr im sublab, Karl-Heine-Straße 93, 04229 Leipzig/Westwerk befassen. Wir stellen alternative, föderierte Netzwerke vor, zeigen die Möglichkeiten selbst betriebener Clouds auf, bringen die Verwendung von verschlüsselten Zero-Knowlege-Cloudspeichern näher und demonstrieren den Betrieb eines eigenen Blogs in Grundzügen, jenseits von Tumblr und Medium. Zu einer lebendigen Debatte um das Für und Wider dieser Alternativen und zu deren Kennenlernen durch Ausprobieren laden wir herzlich ein.

Öffentliches Plenum, 3. Mai 2016, sublab

Am Dienstag, den 3. Mai 2016, findet unser nächstes reguläres, öffentliches Plenum im sublab statt, zu dem wir alle Interessierten einladen.

Wann: Beginn 19.00 Uhr c.t.
Wo: sublab e. V., Karl-Heine-Straße 93, 04229 Leipzig

Agenda:

  • Planung „Verfolgtenkonferenz“
  • CryptoCon, Stand und Status, Aufgaben
  • Beteiligung an der Podiumsdiskussion zu Democracy – Im Rausch der Daten, Absprachen
  • Unser Beitrag zum Papier für Smart Cities
  • Absprachen zur Cryptoparty am 11. 5. 2016
  • kurzer Bericht von der Cryptoparty in der medizinischen Fachschule

Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen. 🙂

DEMOCRACY – Im Rausch der Daten

04. MAI 2016 / 19 Uhr / Kinobar Prager Frühling
Filmvorführung und Diskussion

„DEMOCRACY – IM RAUSCH DER DATEN“ ist der erste Dokumentationsfilm über europäische Gesetzgebungsprozesse. In Brüssel begleitet der Regisseur David Bernet zweieinhalb Jahre lang die konservative EU-Kommissarin Viviane Reding und den jungen Grünen-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht (MdEP) bei ihrem Kampf um ein europäisches Datenschutzgesetz. Ein Ringen um politischen Einfluss, dessen Ausgang die Privatsphäre aller EU-Bürger betrifft.

Diskussion mit:

  • Mitgliedern vom Bündnis Privatsphäre Leipzig e. V.
  • Marcel Bäck, Sprecher der grünen Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Europa und Internationales
  • Moderation: Stephanie Wiedner, grüner KV Leipzig

Eintritt:
3 € für alle

Wo:
Kinobar Prager Frühling, Bernhard-Göring-Straße 152, Haus der Demokratie, 04277 Leipzig
Eine Veranstaltung des Kreisverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leipzig

Öffentliches Plenum, 20. April 2016, ADI

Am Mittwoch, den 20. April 2016, findet unser nächstes reguläres, öffentliches Plenum in unserem Winterinterim, der Autodidaktischen Initiative, statt zu dem wir alle Interessierten einladen.

Wann: Beginn 19.00 Uhr c.t.
Wo: Autodidaktischen Initiative e. V., Georg-Schwarz-Straße 19, 04179 Leipzig

Agenda:

  • Filmabend Democracy
  • Retrospektive März
  • Projektmanagement Konferenz der Verfolgten
  • Basisförderung, Status
  • Smart City Leipzig
  • CryptoCon16, Status
  • CryptoParty med. Fachschule, Status

Gäste sind, wie immer, herzlich willkommen. 🙂

CryptoParty 13. April 2016, 19.00 Uhr

„Keiner soll es erraten“ – Datei- und Festplattenverschlüsselung

Der Einzug von Digitalkameras und deren Verfügbarkeit in Smartphones haben die Zahl von Fotografien und Videos nachgerade explodieren lassen. In Schule und Studium lesen und studieren wir digitalisierte Texte, sammeln unsere Notizen oder tauschen mit Mitschüler*Innen Dokumente aus. Im Berufsalltag sind digitale Dokumente und Datenbanken längst integraler Bestandteil täglicher Arbeit. Wie lässt sich erreichen, das diese Informationen zuverlässig vor unerwünschten Zugriffen sicher sind?

Cloud-Speicher gelten vielen als idealer Aufbewahrungsort für ihre Daten; überall und jederzeit verfügbar wenn Zugang zum Internet besteht, automatisierte Backups durch die Betreiber inklusive. Spätestens seit den Dokumenten von Snowden und den jüngeren Sicherheitslecks bei großen IT-Konzernen taucht die Frage auf: Wie können private Notizen, Fotografien, Videos und sonstige Dokumente auch in der Cloud geschützt werden?

Bereits im vergangen Jahr hat der Chef des FBI unterstellt, dass die Verschlüsslung der Inhalte auf Smartphones von Apple oder mit Android wirksame Aufklärungsarbeit verhindern würde. Unlängst wurde ein Anlauf unternommen, Apple mit juristischen Mitteln zur Umgehung ihrer Schutzmechanismen zu zwingen. Mit der Begründung, des Antiterrorkampfes wird auch in Europa von einigen Sicherheitsbehörden und Regierungen die Schwächung von Verschlüsselung und der mögliche Zugriff durch Ermittlungsbehörden gefordert. Diese Versuche seitens der Behörden Verschlüsslung zu schwächen oder durch Hintertüren ad absurdum zu führen, wird von Aktivsten*Innen als CryptoWar bezeichnet.

2015 wurden hochspezialisierte Trojaner entdeckt, z. B. von der sogenannten Equation Group, die sich tief in die Steuerungssoftware von Festplatten (Firmware) integrieren, und damit auch eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems überlebt. Seit Monaten boomt das kriminell Geschäftsmodell Verschlüsselungstrojaner auf den Systemen seiner Opfer zu platzieren, dort alle Daten zu verschlüsseln und für die Entschlüsselung Lösegeld zu erpressen.

Ist angesichts des tobenden CryptoWars und der zunehmenden Risiken durch Trojaner und vergleichbare Maleware ein wirksamer Schutz der eigenen Daten überhaupt noch denkbar?

Antworten auf diese Fragen werden unter dem Begriff „Digitale Selbstverteidigung“ diskutiert. Ein Teil davon ist Datei- und Festplattenverschlüsselung mit der sich die Verletzung der Privatsphäre wirksam verhindern lässt.
Über Möglichkeiten und Grenzen sowie den konkreten Einsatz von Festplatten- und Dateiverschlüsselung, aber auch Fallstricke, die es zu vermeiden gilt, wollen wir Sie auf unserer kommenden CryptoParty informieren. Wir laden Sie dazu herzlich am Mittwoch, den 13. April um 19 Uhr in das Sublab im Westwerk ein. Für den praktischen Teil ist es empfehlenswert, seinen eigenen Laptop mitzubringen.